Zypernreise Juni 2023


Es war eine ziemlich turbulente Woche – wir hatten uns wie immer sehr viel vorgenommen, jedoch hatte ich bereits am 2. Tag einen Unfall und wurde mit der Ambulanz ins Spital in Larnaka gebracht. Von da an musste Danjana das Meiste alleine machen. Zum Glück bekam sie Hilfe von Karin Boss, welche unseren Verein schon länger unterstützt. Ihre Hilfe hätte nicht zu einem besseren Zeitpunkt kommen können und wir waren sehr dankbar dafür. 


In den ersten 1.5 Tage besuchten wir die Katzen in der Auffangstation «Tower of omens». Wir putzten alles gründlich aber spielten und schmusten auch viel mit den Katzen. Natürlich freuten sie sich über die neuen Bettchen und Spielzeuge, die wir mitgebracht hatten. 


Am Sonntag kam dann die kleine Kivi zu uns. Sie war von Themis gerettet worden aber war sehr schwach und frass nicht selber. Wir wechselten uns ab und gaben ihr alle zwei Stunden Wasser und Kittenmilch mit der Flasche. Wir hatten so sehr gehofft, dass wir die Kleine mit viel Fürsorge, Wärme und Nähe aufpäppeln könnten, aber leider schaffte sie es nicht. Machs gut kleine Kivi, wir werden dich nie vergessen.


Am Montag ganz früh morgens gingen Danjana und Themis einige der Kolonien füttern. Das ist immer sehr spannend aber auch emotional, da man leider nicht nur Schönes sieht. Es ist aber immer schön, wenn man die Katzen wiedersieht, die man beim letzten Besuch bereits getroffen hat. Leider hat Themis immer zu wenig Futter, um alle Katzen in den Kolonien regelmässig zu füttern.

 

Vom Montagnachmittag bis am Mittwochabend waren Danjana und Karin in der Auffangstation «Cats lair» und halfen tatkräftig mit. Wie immer gab es sehr viel zu tun. Sie putzten die Augen der rund 60 ausgesetzten Kitten und verabreichten ihnen Augentropfen. Die Quarantänekäfige wurden mit selbstgenähten Hängematten und Spielsachen ausgestattet. Zudem kauften wir viele Wasserschalen, welche in den Käfigen befestig werden können, damit sie beim Spielen nicht dauernd verschüttet werden.

Die schönste Arbeit war wie immer mit den Teenies und erwachsenen Katzen zu spielen und zu schmusen. Die Katzen freuten sich sehr über so viel Aufmerksamkeit.

 

Am Mittwochmorgen gelang es Danjana und mir zwei Kater und eine Kätzin einzufangen und zum Kastrieren zum Tierarzt zu bringen. Sie wurden nicht nur kastriert, sondern auch gegen innere und äussere Parasiten behandelt und bei den Katern mussten auch noch Zähne gezogen werden. Die Katzen leben dort, wo wir während unseres Zypernaufenthalts jeweils wohnen. Herzlichen Dank an unseren Partner-Verein NetAP, der uns diese Kastrationen finanzierte.

 

Durch meinen Unfall und die daraus resultierte Gehirnerschütterung konnten wir leider nicht so viel umsetzen wie wir uns vorgenommen hatten. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Besuch für einige Katzen etwas zum Positiven verändern konnten. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Einsatz!

 

Herzlichst Nanou (Vorstand)